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Giersch, Erdholler

Eines unserer ältesten Wildgemüse, den Giersch (Aegopodium podagraria), möchte ich euch schmackhaft machen. Die meisten Gartenbesitzer haben ihn. Mit viel Kraft wächst und gedeiht er zuverlässig Jahr für Jahr und vermehrt sich über Wurzelausläufer. Größte Dürrezeiten übersteht das Wildgemüse ohne Pflege. Namen wie Erdholler, Geißfuß und Zipperleinkraut deuten auf seine Einsatzgebiete. In der Volksheilkunde wird der Erdholler als Heilmittel gegen Gicht, Rheuma und bei Herzkranzgefäßerkrankungen eingesetzt. An Inhaltsstoffen bietet er unter anderem Kalzium, Magnesium und Vitamin C. In der Küche können wir ihn wie Petersilie verwenden. Die zarten jungen Blätter schmecken auch gut roh im Salat. Die größeren Blätter können klein geschnitten wie Spinat zubereitet werden. Die Blüten und Knospen sind eine schöne essbare Dekoration. Gierschblätter (über Nacht) in Apfelsaft gelegt ergeben ein schmackhaftes Erfrischungsgetränk.

Jedoch ist Vorsicht bei der Bestimmung geboten. Man muss auf Blätter und Stilbeschaffenheit achten, da es einige giftige Doldenblütler mit einem ähnlichen Blütenstand gibt.

So haben wir hier auch eine Abwechslung für unseren Speiseplan und zudem wieder eine Pflanze, die sowohl Nahrung und Heilmittel in einem ist. Genießen wir, was wir nur ernten brauchen, und freuen uns, dass wir durch den Verzehr die Ausbreitung sinnvoll redzuieren können.

Im Herbst und Winter können wir die Wurzeln klein schneiden und unserem Essen beimengen. Sei es im Eintopfgericht oder wo immer wir möchten.

Nebenwirkungen sind bei normaler Dosierung - auch als Tee nicht zu erwarten.

"Rezepte sind nur dazu da, uns in die Küche zu locken, um selbst kreativ zu werden."  Verfasser unbekannt

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